PHOENIX FEUERLAUF
© jürgen müller-popken -  2012
Startseite Startseite Feuerlaufen Feuerlaufen Ablauf Ablauf Teilnahme Teilnahme Termine Termine Kontakt Kontakt Vita +Bilder Vita +Bilder Impressum
Einstellung ändern
Zurück zur Seite Feuerlaufen PHOENIX - Logo: Copyright Juergen Mueller-Popken
Mentaltraining oder intuitive Selbstrealisation?  Der Begriff Mentaltraining steht für manche Motivationstrainer ganz oben auf deren Erklärungsliste.  Das ist verständlich, gilt das Motivieren ja auch meist dem Bestehen im Wettbewerb. Das Vergleichbare und damit Verbesserbare ist die Hauptargumentationsebene des Verstandes. Also des Dualität erzeugenden Verstandesdenkens. Gibt es ein anderes Denken? Ja, es gibt das Denken des unmittelbaren Wahrnehmens. Meines Erachtens sind es nicht die Gedanken, die den Körper beherrschen. DER KÖRPER BEHERRSCHT SICH SELBST! Begriffliches, polarisierendes Denken ist eher ein störender Faktor, wenn es um die Fähigkeiten zur Selbstregulation des Körpers geht. Die Aussage, der Geist beherrsche die Materie, verwende ich mit Vorsicht. Denn zu eng miteinander verwoben sind diese beiden Komponenten des Lebens, als dass der eine Anteil den anderen dominieren könnte. Ich habe akzeptieren gelernt, dass der sogenannte PARADOXE ZUSTAND des SOWOHL ALS AUCH die ernstzunehmendste  Grösse bei der Erforschung des lebendigen Seins ist. Die „stärksten“ Handlungen vollziehen sich weder im „entweder“ noch im „oder“. Sie vollziehen sich auf der Basis eines wissenschaftlich gesehen noch schwer beschreibbaren „Schwebe-Zustandes“. Dieses Thema möchte ich hier nicht pro und kontra vertiefen. Meine vereinfacht ausgeführte Sicht: Wir haben aus der Fähigkeit des Intendierens die weitergehende Fähigkeit des begrifflichen Denkens entwickelt. Somit die Fähigkeit des Bewertens. Die Bewertung gibt uns eine neue Dimension, Handlungsweisen zu variieren. Gerade in dieser Kunst des Variierens liegt die Gefahr für die weitere Nutzung der ursprünglichen Kräfte. So müssen wir mühsam – durch scheinbar immer neue Übungen – den Körper zu der Fähigkeiten zurückführen, seine eigenen Reflexe so auszuspielen, wie er sie ungebremst und ungehindert in der Begegnung mit der Natur anwendet. Und auch dann wird unser Verhalten selten so flexibel, entspannt-gespannt, gelassen und blitzschnell zugleich all die selbstregulatorischen Handlungen vollziehen, die unser Körper „auswendig kennt“ und – der Situation angemessen – anwenden könnte. Deine mentale Fähigkeit solltest Du also vielleicht weniger trainieren und konditionieren, als bestenfalls die Wahrnehmungs-Fähigkeit über das Selbst-Funktionieren Deines Körpers zu erüben.  Das nämlich ist Bewusstsein: Wahrgenommenes Leben! (Nicht: Gedanklich manipulierter und beeinflusster Körper). Es ist nicht der mentale Wille, mit dem Du in Wirklichkeit starke Handlungen vollziehst, es ist der dem Körper immanente Lebenswille!) Ich nehme demnach den mentalen Anteil am Handeln als Bremse im Fluss der Handlung wahr! Bewusstsein ist nicht mentale Fähigkeit. Es ist bewusst-SEIN! Üben  -  Übungen Ich berücksichtige bei der Anwendung von Übungen den Umstand, dass wir denkende, reflektierende Menschen sind. Jedoch hat sich mir erschlossen, dass forschender Geist nicht gleich denkender, reflektierender  Geist ist oder sein muss. Dadurch ändern sich nicht die Übungen, aber der Blickwinkel ändert sich. Ist der Blickwinkel nicht mehr „ich denke, was das Beste wäre“, sondern „ich nehme unmittelbar wahr, was jetzt ist“, so entfällt ganz selbstverständlich auch der Wettbewerbsgedanke. Denn “was soeben ist“ kann weder besser noch schlechter sein. Es kann auch nicht wiederholt werden. Es kann bestenfalls ähnlich – und damit anders – erneut intendiert werden. Natürlich gibt es mittlerweile Weltrekorde im Bereich des Feuerlaufens. Weiter, heißer, grösser … … diese Erweiterungen der Größenordnung sind für die Sache selbst völlig uninteressant. Wenn ich selbst für mich eine variierte Erfahrung wünsche, ist das eigentlich nur für mich selbst interessant. Ob dies schneller, langsamer, länger, weiter, mehr oder weniger – oder eben einfach anders – ist, spielt eigentlich keine Rolle. Deshalb werden die Übungen, die ich durchführe, immer nur den Zweck haben, jemanden näher an seine Intuitive Selbstrealisation heranzuführen. Der Feuerlauf selbst ist für mich ein solches Mittel. Intuitive Selbstrealisation           (mein Begriff für „Üben in Bewusst-Sein“) Um unser Ich-Bewusstsein in den Bereich der intuitiven Selbstrealisation mitzunehmen, kann es sehr hilfreich sein, im mentalen, gedanklichen Bereich Stützgedanken, positive Gedankeneinstellung, zu etablieren. Denn ein selbst-bestätigtes Ich, ein positiv eingestelltes, furchtloses Ich, scheint uns lieber in die Domäne der intuitiven Selbstrealisation zu folgen. Dort allerdings – in der intuitiven Selbstrealisation – vollzieht sich der tat-sächliche Vorgang einer Synthese von: Handlung der unmittelbaren Wahrnehmung dieser Handlung und letztlich dem Bewusst-Sein über die Handlung selbst und die Wahrnehmung der Handlung   Das Denken erzeugt Polarisation, Dualität, Entfernung und Zweifel. Das ist seine Eigenheit. Das Alltags-Ich ist diesem Denken zutiefst verpflichtet. Aber die Ich-selbst-er-kenntnis des Menschen kann sich durchaus auch im Bereich der intuitiven Selbstrealisation wahrnehmen, allerdings muss es dafür die momentane Vorherrschaft des Über-die- Dinge-Denkens aufgeben. Vor dieser Aufgabe fürchtet sich das Ich, solange es unter der Vorherrschaft des Denkens steht, denn im Denken wird der Zweifel hergestellt und der Zweifel ist die Angst. Eine Praxis der intuitiven Selbstrealisation entwickelt für das Ich eine weitere, selbst-bewusste Wahrnehmungsebene, die es als alternative Seinsform akzeptieren lernen kann. Insofern stelle ich hier ganz bewusst meinen Übungs-Begriff der intuitiven Selbstrealisation in Polarisation zum Begriff Mentaltraining.    Jürgen Müller-Popken
Zurück zur Seite Feuerlaufen Zurück zur Seite Feuerlaufen